31. Januar 2020

Die Berichterstattung über die Steuererträge 2019 hat der Gemeinderat Wattwil als Teil des Jahresabschlusses erfreut zur Kenntnis genommen. Die Gesamtsteuerrechnung schliesst im Ergebnis mit Fr. 25'920'596.10 oder rund Fr. 0.56 Mio besser als budgetiert ab. Ursächlich für den Überschuss sind vor allem Nachzahlungen von Einkommens- und Vermögenssteuern. Die verlässliche Steuerfusspolitik der letzten Jahre ist solide Basis für kommende finanzielle Herausforderungen der Gemeinde Wattwil.

Punktlandung beim Steuerbezug 2019
Im Gesamtergebnis schliesst die Steuerrechnung mit Fr. 25'920'596.10 um 2.2% besser ab als geplant. Die Erträge aus Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen für das laufende Jahr entsprechen mit rund Fr. 150'000.00 Abweichung ziemlich genau den budgetierten Einnahmen (-0.8 %). Es handelt sich dabei mit Fr. 18'310'901.56 um die grösste Einnahmenposi-tion. Eine Punktlandung ist auch bei den Grundsteuern und der Feuerwehrersatzabgabe zu verzeichnen.

Erklärungen zu Abweichungen
Der Überschuss von rund Fr. 560'000.00 ist primär auf Nachzahlungen zurückzuführen die mit über Fr. 650'000.00 die Budgetannahmen übertroffen haben. Diese sind schwierig zu prognosti-zieren, hängen sie doch von verschiedenen Faktoren ab, wie Abweichungen zwischen provisori-scher und definitiver Veranlagung oder Auszahlung von steuerbaren Kapitalleistungen.

Erfreulich entwickelt haben sich die Reinertrags- und Kapitalsteuern der juristischen Personen, welche um +7.9 % über Budget liegen, sowie bei den Handänderungssteuern, welche erneut ein Rekordergebnis verzeichnen konnten und mit 4.8 % über dem letztjährigen Wert liegen. Nicht erreicht wurde das Ertragsziel bei den Quellensteuern (-25.7 %) und auch die Grundstückge-winnsteuern liegen mit Fr. 665'684.45 (- 4.9 %) unter Budget.

Aussichten Folgejahre
Wegen der soliden und vorausschauenden Steuerfusspolitik der letzten Jahre kann die Politische Gemeinde Wattwil auf eine gesunde Finanzlage blicken. Infolge von Gesetzesanpassungen wird es im 2020 zu Steuerausfällen von rund Fr. 300'000.00 kommen. Im Folgejahr ab 2021 wird die Unternehmenssteuerreform weitere Ertragsausfälle bringen. Verbunden mit zusätzlichen Umlagerungen vom Kanton auf die Gemeinden ist mit weiteren Ausfällen von rund Fr. 900'000.00 auszugehen. «Der Gemeinderat hat diese Verschiebungen in der Finanzplanung berücksichtigt und auch im Rahmen des Jahresabschlusses 2018 darauf hingewiesen», macht Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner deutlich. Mit diversen Entscheiden in den Vorjahren wird die Investitionstätigkeit – und damit der finanziellen Belastung – der Gemeinde Wattwil in den nächsten Jahren markant ansteigen. Und Alois Gunzenreiner hält fest: «Der Gemeinderat Wattwil bleibt trotz den Herausforderungen, aber dank des gesunden Haushalts, für die finanzielle Entwicklung der Gemeinde positiv.

Die vollständige Medienmitteilung mit einer detaillierten Aufstellung sehen Sie in der angehängten Datei.

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