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Energiestadt Wattwil


Das Energiegesetz des Kantons St. Gallen verlangt von allen Gemeinden mit wenigstens 7000 Einwohnern die Erstellung eines kommunalen Energiekonzeptes. Das Energiekonzept dient als Leitlinie der künftigen Energiestadt-Aktivitäten und daraus folgen die energiepolitischen Ziele der Energiestadt Wattwil.
Mit dem Energiekonzept orientiert sich die Gemeinde Wattwil an der Vision der 2000-Watt-Gesellschaft, die um das Jahr 2100 erreicht werden soll. Die 2000-Watt-Gesellschaft steht für eine Lebens- und Wirtschaftsform, die mit einem Drittel des heutigen Energiebedarfs auskommt und gleichzeitig die Lebensqualität erhöht. Ein Mix aus Vorschriften, Anreizen und Eigenverantwortung unterstützt den optimalen Einsatz der Mittel zur Zielerreichung.

Logo Energiestadt

Energiestadt Wattwil: Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung
Wattwil hat 2017 erneut das Label Energiestadt in Empfang nehmen dürfen. Den passenden Auftakt zur Zertifizierungsfeier bildete die Einweihung des Wärmeverbunds Wattwil der Thurwerke AG.
Zu den Meilensteinen auf dem Weg zur erneuten Zertifizierung als Energiestadt gehört in Wattwil sicher die Realisierung des Wärmeverbunds Wattwil (WVW) der Thurwerke AG. Die Gemeinde wirkte an der Projektentwicklung mit und hat im vergangenen Jahr den grossen Teil ihrer Gebäude sowie jener der Schulgemeinde an den WVW anschliessen lassen. Die Heizzentrale im Flooz produziert aus Holzschnitzeln der Region jährlich bis zu 11‘000 Megawattstunden erneuerbare Wärme, die über ein Leitungsnetz den angeschlossenen Liegenschaften zugeführt wird. Im Rahmen der Einweihung des WVW (Mitte Mai 2017) fand deshalb auch die feierliche Verleihung des Energiestadt-Labels an Wattwil statt. Wie Michael Steiger, Präsident der Energiekommission und Gemeinderat, an der Labelübergabe resümierte, hat Wattwil auf dem vierjährigen Weg zur erneuten Zertifizierung weitere energiepolitische Erfolge erzielt. So lancierte die Gemeinde beispielsweise an der Toggenburgermesse TOM die Wassersparaktion „Ihr Handgriff spart Wasser“. Ebenso erfolgten die Anschaffung eines Elektro-Fahrzeugs für die Verwaltung sowie die Realisierung von zwei Elektro-Tankstellen auf dem Parkplatz vor dem Gemeindehaus. Bemerkenswert ist auch die installierte Fläche an Photovoltaikmodulen. Mit mehr als 3 m² pro Person liegt sie in Wattwil rund dreimal höher als im schweizerischen Durchschnitt. Insgesamt sind auf privaten und öffentlichen Liegenschaften des Gemeindegebiets über 28‘000 m² Photovoltaikmodule mit einer Leistung von total rund 4'500 Kilowatt installiert.
Kurt Egger, Programmleiter EnergieSchweiz für Gemeinden, stellte an der Zertifizierungsfeier neben den Anforderungen ans Label, die Rolle der Gemeinden in der nationalen Energiepolitik in den Mittelpunkt seiner Rede. Marcel Sturzenegger, Leiter der Abteilung Energie des Amts für Umwelt und Energie des Kantons St.Gallen, unterstreicht in seiner Würdigung die Bedeutung des Engagements von Gemeinden für die Energiepolitik des ganzen Kantons. Wattwil verfolgt den eingeschlagenen energiepolitischen Weg auch in den nächsten Jahren. So will die Gemeinde dazu beitragen, die Produktion von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien weiter auszubauen. Ferner beabsichtigt sie, weitere Ladestationen für Elektro-Mobile zu initiieren und das Netz für den Langsam-Verkehr kontinuierlich zu prüfen und zu optimieren. Zu den Zielen für die nächsten Jahre gehört ausserdem die Neugestaltung der Bahnhof- und der Poststrassr und weiterhin werden erhöhte energetische Anforderungen in Sondernutzungsplänen gestellt. Mit den geplanten Massnahmen kann es Wattwil gelingen, in vier Jahren wiederum als Gemeinde ausgezeichnet zu werden, die eine nachhaltige, kommunale Energiepolitik vorlebt, umsetzt und mit ihrem verantwortungsvollen Handeln die Lebensqualität steigert und das Klima schont.


Elektrische Welle an der Kantonsschule Wattwil
Die WAVE Trophy 2018 fuhr als grösste Elektromobil-Rallye der Welt in 10 Tagen vom 8. bis 16. Juni 2018 durch die Schweiz. Organisiert wurde die WAVE vom Solarpionier Louis Palmer, der vor zehn Jahren erstmals mit einem solarbetriebenen Auto die Welt umrundet hatte. Die WAVE Trophy wollte aufzeigen, dass Elektrofahrzeuge, die durch erneuerbare Energien angetrieben werden, eine saubere und alltagstaugliche Lösung für die Mobilität darstellen und jede Menge Spass bieten. Dieses Jahr drehte sich alles ums Thema „Green Technologies“. Besucht wurden Energie- und Solarfirmen, Schulen und Energiestädte. Die 86 Teams waren in vier Gruppen aufgeteilt und mit Elektroautos, E-Lastwagen, E-Motorräder, E-Bikes und sogar einem Elektropostauto unterwegs. Am zweitletzten Trophy-Tag besuchten zwei Gruppen die Kantonsschule Wattwil. Die Veranstaltung wurde organisiert durch das energietal toggenburg in Zusammenarbeit mit der Kantonsschule Wattwil, der Energiekommission Wattwil und der Thurwerke AG. Die Schüler konnten die Fahrzeuge anhand von verschiedenen Kriterien wie Reichweite, Geschwindigkeit, Kosten oder Ästhetik mit einem Formular bewerten. Dazu wurden die Fahrzeuge einzeln von ihren Fahrern präsentiert. Viel Applaus erntete der VW T2 Bully und die Citroën CV Ente, aber auch die E-Bikes und das Elektropostauto mit 32 Plätzen sorgten für Aufmerksamkeit. Die Schüler bekamen im Vorfeld der Veranstaltung ein Solarautomodellsatz, diese Autos konnten nun auf einer Rennbahn ausprobiert werden. Das energietal toggenburg informierte mit einem Stand vor Ort über das Thema Elektromobilität


Wettbewerb «bike-to-work»
23 Teams aus acht Wattwiler Betrieben haben an der nationalen Aktion "bike-to-work" 2018 teilgenommen. Die Energiestadt Wattwil hat dieses Jahr zur Teilnahme aufgerufen und einheimische Betriebe direkt angeschrieben. Unter den Teilnehmern aus Wattwil wurden fünf Gewinnerteams ausgelost und mit einem Energiekoffer; gefüllt mit regionalen Produkten belohnt. Michael Steiger und Peter Schweizer von der Energiekommission Wattwil überreichten die Preise.
Steigen Pendlerinnen und Pendler vom Auto aufs Velo um, so kommt das nicht nur der Umwelt, sondern auch ihrer eigenen Gesundheit zu gute. Die Energiestadt Wattwil beteiligt sich jährlich an der Aktion «bike to work», die dazu anregt, für den Arbeitsweg das Velo zu benützen. "bike-to-work" ist seit über zehn Jahren ein Projekt von Pro Velo Schweiz und hat sich seit 2005 zu einer einfachen und effizienten Gesundheitsförderungsaktion für grosse und kleine Unternehmen etabliert. Die Pendler sollen motiviert werden, sich zu bewegen und vom Auto auf die Kombination Velo und öffentlicher Verkehr umzusatteln. "bike to work“ sammelt dieses Jahr mehrere Rekorde. Mehr Teilnehmende, mehr Teams, mehr Betriebe und mehr Kilometer! So haben im Mai und Juni schweizweit 64'680 Teilnehmende aus über 2'100 Betrieben rund 16 Mio. Velokilometer zurückgelegt, ein Plus von 26 % gegenüber der letztjährigen Challenge. Dies entspricht einer CO2-Äquivalenz von 2'300 Tonnen. Für eine Tonne CO2 fährt ein Auto, das pro hundert Kilometer 8.5 Liter Benzin verbraucht 4'900 Kilometer weit. Durchschnittlich fuhr jede und jeder Teilnehmende 247 Kilometer an 19 Tagen mit dem Velo zur Arbeit. Der Kanton St.Gallen belegte mit 158 teilnehmenden Betrieben den hervorragenden 4. Platz!


Steigerung der erneuerbaren Energieproduktion
Wattwil konnte die Erzeugung von Wärme und Strom aus erneuerbaren Energien seit 2010 um mehr als 95 Prozent steigern. Dieser grosse Schritt auf dem Weg in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft ist der Holznutzung über den Wärmeverbund Wattwil und der Solarstromproduktion zu verdanken.
Eine erste Auswertung mit Hilfe der Erfassungs- und Analysesoftware «Toggenburg Energieentwicklung» der Toggenburger Gemeinden zeigt die erneuerbare Energieproduktion Wattwils zwischen 2010 und 2017. In sieben Jahren konnte die Wärme- und Stromproduktion aus erneuerbaren Energien von 13‘378 Megawattstunden (MWh) pro Jahr auf 26‘098 MWh gesteigert werden, was einer Zunahme von mehr als 95 Prozent entspricht. Bezogen auf den gesamten Energieverbrauch von Wattwil beträgt heute der Anteil an erneuerbaren Energien 10,8 Prozent gegenüber 6 Prozent Eigenproduktion im Jahr 2010. Bemerkenswert ist auch die installierte Fläche an Photovoltaikmodulen. Mit mehr als 3 m² pro Person liegt sie in Wattwil rund dreimal höher als im schweizerischen Durchschnitt. Insgesamt sind auf Liegenschaften im Gemeindegebiet über 28‘000 m² Photovoltaikmodule installiert, die rund 4400 MWh Strom erzeugen. Holz und Sonne machen 76 Prozent der erneuerbaren Energieproduktion aus. Die Nutzung von Umweltwärme mittels Wärmepumpe beträgt 14 Prozent, gefolgt von Wasser mit 8 und Wärmerückgewinnung mit 2 Prozent.
Eine Pilotuntersuchung 2017 in Wattwil zeigt ausserdem die Verteilung der Energieträger bei den Heizungen: Ein Fünftel der Wärmeproduktion stammt aus erneuerbaren Quellen, während es sich bei knapp 41 Prozent um Gas- und bei gut 35 Prozent um Ölheizungen handelt.
Gemäss Energiekonzept (Datengrundlage 2010) weist Wattwil bis 2050 ein Potenzial von 73‘000 MWh an erneuerbaren Energien auf. Lässt sich die Eigenproduktion im gleichen Tempo wie in den vergangenen sieben Jahren steigern, könnte die Gemeinde das prognostizierte Ziel erreichen.


Nachhaltige Energiebildung (NEB)
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erarbeitung eines Stoffplans "Energie" für alle drei Stufen der Volksschule. Deshalb hat die Schule Wattwil-Krinau in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Energietal Toggenburg und der Schulgemeinde Mosnang das Projekt "Nachhaltige Energiebildung, NEB" lanciert. Es soll Kinder und Jugendliche im Toggenburg mit erfahrungsbasiertem, kontinuierlichem Energieunterricht auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereiten. Im Verlaufe der Schulzeit entwickeln sie die Kompetenz für einen bewussten Ressourcenumgang und Kenntnisse in Bezug auf neue Energietechniken. Auch das Regionale Didaktische Zentrum (RDZ) Wattwil sowie die Energieakademie Toggenburg werden in das Projekt eingebunden. Langfristig stärkt das Projekt NEB das Toggenburg als qualifizierten Bildungsstandort, als innovatives Energietal und als attraktiven Lebens-, Tourismus- und Wirtschaftsraum. Die Gemeinde Wattwil beteiligt sich unterstützend mit einem Beitrag am Projekt.


Energietal Toggenburg
Die Bevölkerung kann die Dienstleistungen der Energiefachstelle Energietal Toggenburg in Anspruch nehmen. Als Fachstelle der Toggenburger Gemeinden ist sie ein effizientes Instrument für eine aktive Energiepolitik. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden ist in einer Leistungsvereinbarung festgehalten. Themenschwerpunkte, Projekte und Veranstaltungen werden gemeinsam entwickelt, umgesetzt und finanziert.


Links
Energiestadt Schweiz
Energietal Toggenburg
Energiewesen, Förderbeiträge Kanton
Stiftung Klimarappen
Spartipps Thurwerke AG

 
Energiekonzept_Daten_und_Fakten.pdf (2078.3 kB)
Gemeinde
Schule